Über einige Jahre habe ich in einem Gesundheitsforum mitgearbeitet und dabei sehr viel über gesunde Ernährung gelesen und erfahren.

Ein Autor dieses Forums schrieb in einem Thread einen Text über das Thema "gesunde Ernährung" als Fortsetzung. Dieser Text bringt das, was eine gesunde Ernährung ausmacht und was es darüber zu wissen gibt, nahezu perfekt auf den Punkt; er hat mir persönlich auf meinem Weg zur Gesundheit sehr geholfen und tut es heute noch.

 

Ich freue mich riesig, dass ich genau diesen Text nun unverändert und ungekürzt hier in meiner Homepage verwenden und veröffentlichen darf.  Ein herzliches Danke an den Autor!

 

Ernährung, die gesund macht! 

 

 

Die Sache mit der Ernährung ist nicht nur wegen individueller Unterschiede und Geschmäcker brisant, sondern weil auch in jüngerer Zeit immer wieder Glaubenssätze verkündigt werden, die dem verunsicherten Volk jeweils nur eine mögliche Erlösung versprechen. Es ist also ideologisch vermintes Gelände.
Dabei wäre es doch einfach: So natürlich und wenig verarbeitet wie möglich. Nichts im Übermaß und nur wenige Verbotszonen wie Industriezucker, Auszugsmehle und gehärtete Fette (das entspricht den Angeboten der Nahrungsmittelindustrie).

Das Kernstück einer gesunden Ernährung besteht aus Obst, Gemüse und Kräutern. Zu Kräutern zählen nicht nur die bekannten Kulturkräuter, sondern auch Löwenzahn und Brennessel, junge Blätter von roten Rüben und Kohlrabis und so weiter.

Was roh gegessen werden kann, soll auch roh gegessen werden. Manche Gemüse sind aber nur (an)gebraten, gedünstet oder gekocht gut verträglich. Bei Salaten kommt die Verwendung von guten Ölen, Zitrone und ein Schuss Essig dazu.
Man kann sich natürlich von jedem einzelnen dieser Lebensmittel Analysen über den Vitamin- und Mineralstoffgehalt machen. Spätestens dann wird die Sache ein wenig mühsam. Ich habe einmal ausgerechnet, was und in welcher Menge gegessen werden müsste, um ausreichend Magnesium, Mangan, Phosphor und Co und alle Vitamine zu bekommen; bin aber wegen der Kompliziertheit einer solchen Ernährung wieder davon abgekommen.
Bei Interesse dafür sammeln sich nach und nach ohnehin jene Erkenntnisse an, wodurch man weiß, welches Lebensmittel besonders für bestimmte Vitalstoffe und Vitamine stehen. Als bekannt kann man ansehen, dass Karotten für Vitamin A, Orangen, Zitronen, Kiwis für Vitamin C oder Avocados für Vitamin D stehen. Je breiter man die Palette von Obst und Gemüsen im übrigen anlegt, desto mehr kann man davon ausgehen, alle Vitalstoffe in ausreichender Menge aufzunehmen. Die Breite der Palette ist auch deshalb wichtig, weil man annehmen muss, dass ein großer Teil von diesen Stoffen noch gar nicht entdeckt sind.

 

In Obst und Gemüse befinden sich unzählbare wertvolle Vitalstoffe und einiges an Kohlenhydraten; häufig als Zucker in seiner natürlichen und gesunden Form. Rund um die Kohlenhydrate tobt aber auch einer der vielen ideologischen K(r)ämpfe in der Ernährung.
Mit der „Erfindung“ der Landwirtschaft vor 10.000 Jahren hätte der Mensch seine bisherige „natürliche“ Lebensweise aufgegeben (Sammeln von Kräutern, Beeren, Wildobst und Wurzeln, sowie hin und wieder erjagtes Fleisch = "Steinzeiternährung"). Andere sagen, erst durch das Getreide und das Sesshaftwerden wurde der Mensch zu dem, was er heute ist. Durch Getreide stieg er jedenfalls auf eine andere Art der Ernährung um. Und durch die zusätzliche Tierhaltung aß er mehr Fleisch als früher; als nur das Jagdglück einen Sonntagsbraten möglich machte.
An der Argumentation ist etwas dran. Mögliche Auswirkungen der Veränderungen werden sich aber nie ernsthaft beweisen oder widerlegen lassen.

Eine vielleicht noch wesentlichere Änderung ergab sich durch die Technologie, aus den Getreidekörnern die fetthaltigen (und verderbbaren) Randschichten zu entfernen und ein Mehl zu produzieren, das zwar biologisch tot, damit aber auch schier unbegrenzt haltbar ist. Damit war das Grundnahrungsmittel Brot gesundheitlich problematisch geworden. Parallel entwickelte sich aber ein eigener Markt für Vollkorn-Produkte. Die Nahrungsmittelindustrie eroberte im Laufe der Zeit immer mehr Vorproduktionsbereiche (auch bei Vollkorn), sodass man oft nicht weiß, wieviel Vollkorn wirklich im Vollkorn steckt.
Sei`s wie es sei, Kohlenhydrate zählen zu den Dickmachern (mehr als das Fett es je könnte) und so entstanden Überlegungen von Kohlenhydraten in der Ernährung weg zu kommen. Atkin hat mit seiner weltweit bekannten Diät die Sachlage angestoßen und LowCarb und die ketogene Ernährung kamen in Anlehnung daran in die Welt.

 

Meine Schlussfolgerung daraus war und ist, außerhalb von Obst und Gemüse verwende ich Kohlenhydrate sparsam und wenn, dann auf möglichst überprüfbarer Vollkornbasis. Wer eher zu dünn ist, muss sich über Kohlenhydrate weniger Gedanken machen.

Fortsetzung folgt . Da wird es dann um das Thema "Fleisch" gehen.