Ernährung, die gesund macht!

 

Teil 4: Fette

 

Die Sache mit den Fetten klingt immer ein wenig kompliziert und wissenschaftlich (gesättigte, ungesättigte Fettsäuren, Omega 3, 6, 9, essentiell, nicht essentiell und so weiter), ist es aber nicht (so sehr) in der Praxis.
In der Praxis gehen wir mal am besten vom Kernunterschied tierischer und pflanzlicher Fette aus.

Alle Fette haben eine Mischung aus „gesättigten“ und „ungesättigten“ Fettsäuren (das ist ein Begriff aus der Chemie, über die jeweils spezielle molekulare Zusammensetzung von Kohlenstoff ( C ) und Wasserstoff ( H )).
Pflanzliche Lebensmittel haben mehr ungesättigte, tierische mehr gesättigte Fettsäuren. Die ungesättigten sind die prinzipiell gesünderen. Man kann aber nicht einfach sagen, dass tierisches Fett schlecht sei. Fette Fische sind ausgesprochen gesund; auch das Milchfett steht auf der gesunden Seite (wenn man den Cholesterin-Wahn der Schulmedizin beiseite lässt).

Dass auch „Obst“ fett sein kann, wird oft vergessen, beweisen aber Oliven und Avocados.
Wird bei der pflanzlichen Öl-Produktion zu viel Hitze eingesetzt, verlieren die Öle ihren Gesundheitswert. Außerdem sind pflanzliche Öle nur bis zu einem gewissen Grad erhitzbar (bis zum „Rauchpunkt“); und wird dieser zum Beispiel beim Braten überschritten, kommt nichts Gesundes mehr in den Körper. Wenn man pflanzliche Öle zum Braten verwenden will, muss man diese Frage pro Öl klären.

Nach reichlicher Prüfung der Sachverhalte, gehe ich für mich so vor:
Rohmilchfett (Rahm) und Rohmilchbutter sind gesunde Fette. In pasteurisierter Form sind sie zwar nicht schädlich, ihr Nutzen ist aber stark reduziert.
Zum Braten verwende ich Butterschmalz, weil das nicht zu Tode erhitzt werden kann, in der Pfanne nicht spritzt (da alles Wasser entfernt wurde) und weil es geschmacklich hervorragende Ergebnisse liefert.
Als pflanzliches Öl verwende ich Olivenöl; aber eben nur unerhitzt (also in erster Linie für Salate).
Ich verwende es auch wegen seines Geschmackes gerne. Richtig hergestellt sind aber Lein- oder Rapsöle, Kern- oder Sonnenblumenöl und viele andere genauso gut.

Bei der Fett-Wertigkeit anderer Lebensmittel gilt bereits an anderer Stelle Gesagtes:
Schweinefleisch (mit seinem hohen Fettanteil) fällt insgesamt aus der Ernährung heraus (damit auch praktisch fast alle Wurstsorten).
Fetter Fisch zählt zu den gesündesten Speisen.
Geflügelfett ist mehr auf neutraler Seite zu sehen; also weder besonders gesundheitsschädlich noch gesundheitsförderlich.
Alle Fertigprodukte scheiden komplett aus der Ernährung aus, weil aus Kostengründen fast nur gehärtete Transfette verwendet werden. Das gilt natürlich auch für Margarine – von „leckeren“ Konditorei-Schnittchen ganz zu schweigen.