Mein Winter - Erlebnis

 

 

 

 

 

 

 

Mit erstem Frost fing es an!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich will natürlich niemand einen Eis- Bären aufbinden. Nein, Neckarsulm ist kein Wintersport-Zentrum. Schnee fällt hier nur selten. Aber manchmal eben doch, wie im Dezember 2010.

Da hatten wir unser ganz eigenes Winter-Märchen, das bis ins neue Jahr anhielt. Wunderschöne, herrlich weiße Landschaften, verzauberte Bäume, zugefrorene Teiche.

 

 

 

Über viele Tage fiel Schnee. Als es eines Morgens besonders heftig geschneit hatte, nahm ich mein Kamera, um diese Bilder zu machen.

Der Schnee lag so hoch, dass ich immer wieder bis an die Knie einsank. Das war toll, ungewohnt und sehr anstrengend. So stapfte ich bei klirrender Kälte durch die weiße, leise Welt. Die wenigen Spuren, die ich sah, waren von Hasen, Katzen und Rehen.

 

Außer dem Knirschen des Schnees unter meinen Füßen waren nur die Krähen zu hören, die laut krächzend in Schwärmen über verschneite Felder flogen.

 

Einzelne Individualisten waren offenbar nicht zum Schwärmen aufgelegt.

 

 

Manchmal kam die Sonne hinter den Wolken hervor, und dort wo sie auf den Schnee fiel, sah ich lauter kleine, bunte Lichtpunkte aufblitzen. Die Eiskristalle funkelten schöner als Diamanten.

 

 
 

 

 

 

Auch die Innen-Stadt wirkte wie verwandelt.

Oh Du fröhliche - schnee-weisse Weihnachts-Zeit

 

 

 

 

 

 Tropf, tropf, tropf

...

schade, es war so schön gewesen!

 

 

 

 

Der Winter 2011/12 war ganz anders. Lange Zeit war er lasch, nicht Fisch und nicht Fleisch und dann schlug er im Februar brutal zu!

Es war so kalt, dass mir fast die Finger beim Fotografieren abfroren, aber viele Motive waren einfach zu verlockend, um statt dessen eine warme Stube aufzusuchen.

 

 

Die Hamamelis oder (virginische) Zaubernuß lachte mich zuerst an. Sie öffnet ihre gelben oder roten Büschel- blüten im Januar/ Februar, wenn andere Pflanzen noch tief im Winterschlaf stecken.

Rinde und Blätter wirken übrigens entzündungshemmend. Manche verwenden sie zur Wundbehandlung.

 

 

Diese Eisblüten fand ich neben dem Ententeich im Stadtpark. Trotz dem die Sonne schien, schmolzen sie nicht. Viele kleine Lichtfunken blinkten mir schon von weitem zu. Schade, dass diese glitzernden Kunst- werke noch schneller vergehen, als Blüten im Sommer. 

 

 

Was ist das?

Captain Kirk im Anflug in den Weiten des Weltalls?

Oder eine Insel im eiskalten Atlantik vor Island?

Die Gletscher eines Himalaya-Riesen?

Nein, ein Stein mit einem Mantel aus Eis in der Sulm, von einem Sonnenstrahl beleuchtet als hätten Lichttechniker raffiniert Spots versteckt.

 

 

Das Eis hatte sich wie eine Brücke über die Sulm gespannt. So etwas zieht mich magisch an. Natürlich passiert das nie direkt neben einem Weg. Ich glich einer unbegabten Eistänzerin, als ich zum besten Standort rutschte und stolperte.

 

 

Sehen sie nicht süß aus? Wie lauter kleine Entchen im Neckarsulmer Ententeich? Die bibbernd gefrorenen weißen Wellen im tiefblauen Wasser!

 

 

 

 

 

 

Na so ein Scherbenhaufen!

Zum  Glück ist mir kein Spiegel zerbrochen!

Der Wasserspiegel hatte sich über Nacht gesenkt. Die angefrorene Oberfläche hing in der Luft und brach aber nach und nach unter ihrem eigenen Gewicht zusammen. Beim Tauen räumt Mutter Natur wieder auf. Die Württemberger Winter-Kehrwoche ist inzwischen voll im Gange.