NECKARSULM - NATURlich  

 

Mein Wald

 

 

Neckarsulm hat mit dem "Dahenfelder Forst" einen viele Hektar großen, richtigen Wald.

 

 

Geht man über den Hungerberg und lässt die Weinberge rechts liegen, dann kommt man dorthin. Beliebt als Ausgangspunkt für Wanderungen ist ebenso der Parkplatz beim Dahenfelder Bahnhof. Dort beginnt auch ein über 3 km langer ökologischer Waldlehrpfad mit 23 Info-Tafeln.

 

 

Es gibt aber zahlreiche Wege-Varianten -

und immer wieder entdecke ich neue.

 

 

 

 

 

Dieser führt beinahe bis ganz nach oben auf den Scheuerberg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist eine Station auf dem ökologischen Waldlehrpfad.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quer durch den Wald spannt sich ein ganzes Wegenetz aus breiteren Rad- oder auch schmalen Fußwegen, über die man zum Beispiel nach Dahenfeld, Gellmersbach und auf dem Gerechtigkeitsweg nach Erlenbach gelangt.

 

 

 

 

Gerne setze ich mich auf einen der vielen Baum- stümpfe und lausche der Stille des Waldes.

Jedes Rascheln der Blätter, jedes Insektengebrumm und Vogelgezwitscher macht die Stille des Waldes noch tiefer spürbar.

Wenn ich den Vögeln im Wald zuhöre, wie sie ihre Lieder singen, dann klingt das anders als draußen auf den Wiesen. Man denkt, es müssten andere Vögel sein; aber  es ist nur die andere Akustik dieses Konzertsaals. 

 

 

Ich bin gerne im Wald; in dieser anderen, stillen Welt. Umringt von all diesen wundervollen, großen, kleinen, hoch aufgeschossenen oder knorrig-krummen Bäumen, ist es fast umgekehrt, als das Sprichwort sagt: Man sieht den einzelnen Baum vor lauter Wald nicht.

Oft lausche ich dem Wald-Geflüster, dem Wispern der Blätter und bewundere im Herbst das bunte Farbenspiel. Ich schaue zu, wie sie sacht und leise auf den Boden kreiseln, um dort als warmes, raschelndes Winterquartier für viele kleine Waldbewohner zu dienen.

Tierische Waldbewohner sind überall im Wald zu beobachten, wohin ich auch schaue: Eichhörchen die akrobatisch von Ast zu Ast springen oder Käfer, die sich mühsam über den unebenen Waldboden kämpfen; aber auch größere Tiere, wie auf den nachfolgenden Bildern zu sehen ist.

 

 

Hin und wieder entdecke ich aber doch einen Baum, der mir ein wenig anders erscheint. Diese Buche gehört dazu.  An einer wie ihr kann ich nicht einfach vorbei gehen. So bleibe ich eine Weile in ihrer Nähe, um mich an ihrer Kraft und Schönheit zu erfreuen.

 

 

 

 

 

Ein wenig abseits der großen Wald-Wege entdecke ich manchmal ein Plätzchen, das mir wie verzaubert erscheint.

 

 

 

 

Diese Weiden im warmen Abendlicht erinnerten mich an ein verträumtes Märchen: Der Wind in den Weiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz seiner Stille quillt der Wald über vor Leben.

 

Dicht gedrängt stand diese Pilzfamilie bei- einander. Ich setzte mich zu ihr auf den Wald- boden. Es roch intensiv und wundervoll nach Pilzen, Moos und feuchter Erde.

Erst dachte ich, hier müsse jeder um seinen Platz kämpfen, aber als ich näher hinsah, bemerkte ich, dass zwar jeder sein Köpfchen ins Licht rückte, den anderen ihren Platz an der Sonne aber nicht streitig machte.

Spinnweben sehen besonders schön aus, wenn die Sonne sie berührt. Sie glitzern dann und leuchten, und man sieht all diese vielen hauchzarten, feinen Fäden, die man sonst nur spürt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rehe zählen zu den größeren Tieren, die man in meinem Wald sehen und erleben kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dass die Sonne nicht immer scheinen kann, muss man nicht erwähnen, alle wissen es. Ob sie scheint oder nicht hat aber großen Einfluss auf unsere Stimmungen.

Wird sie von ein paar tief hängenden Wolken oder Nebel verschluckt, sinkt unser Gefühlsbarometer auf Ende November.

 

 

 

 

Mit diesem Hasen verbindet mich eine Geschichte.

Wir liefen geradewegs aufeinander zu - beide bemerkten wir das ziemlich spät. Ich hatte das Glück, dass er wohl gerade mit seinen Hasen-Gedanken woanders war - und so seine Schrecksekunde länger dauerte als meine. Deshalb gelang es mir, dieses Foto zu machen, bevor er dann blitzschnell im angrenzenden Feld verschwand. 

 

Ich sah die Zauneidechse am Wegrand sitzen, ruhig und still. Um ihr näher zu kommen, musste ich sehr, sehr langsam sein - so tun als wäre ich festgewachsen, damit sie nicht blitzschnell verschwindet. Ich übte mich in Geduld, saß auf dem Weg und robbte millimeterweise in ihre Richtung. Tatsächlich, es gelang; sie hat sich nicht von mir stören lassen, sonnte und putze sich, entspannt trotz meiner Nähe. Wenn ich unterwegs bin, sehe ich oft Eidechsen, aber selten ein so wunderschön grün- gefärbtes Männchen wie dieses.

So überraschend diese Begegnung war, so hält, nach meiner Erfahrung, fast jeder Besuch im Wald Überraschungen bereit. Natürlich nur dann, wenn man behutsam und aufmerksam unterwegs ist und solche Begegnungen als Bereicherung des Lebens empfindet.